Heimische Tiere - Insekten

beobachtet und fotografiert von
federleicht-leben








Adonislibelle
30. April 2011

Da wir bereits sehr viele Seiten von Libellen auf der Seite haben, wäre die Adonislibelle "eigentlich" nicht dran, aber die Entscheidung für die zierlichen und hübschen Libellen fiel leicht. Erstmalig hatten wir heute das Glück, einen kompletten Satz Bilder schießen zu können, die alles zeigen, was man von einer Libellenart wissen sollte: Weibchen, Männchen, ein Tandem (geht dem Paarungsrad voraus), ein Paarungsrad und die Eiablage.

Erstmalig müssen wir Aussagen bei Wikipedia korrigieren. Dort heißt es, die Paarung erfolge in den frühen Morgenstunden - unser letztes Bild von einem Paarungsrad entstand um 14 Uhr 43. Auch die Information, dass sie sich verstecken und schwer zu finden sind, können wir nicht bestätigen. Im Gegenteil, sie sind geradezu anhänglich und setzten sich ganz ungeniert auf unsere Hand.

Adonislibellen sind, so erscheinen sie mir, sehr klein. Der Hinterleib des Männchens ist extrem dünn, ...

... dünner als ein Streichholz. Der des Weibchens ist ein bisschen dicker. Männchen und Weibchen sind deutlich zu unterscheiden, und die Zeichnung des Weibchens ist, im Gegensatz zu vielen anderen Libellenarten, viel bunter.

Hier kann man gut sehen, wie das Männchen das Weibchen mit seinen Zangen, die am Ende des Hinterleibes sitzen, ergriffen hat.

Nun flogen die beiden an ein Blatt, und das Weibchen krümmte seinen Hinterleib nach oben - gleich wird die Vereinigung zustande kommen.

Die beiden Bilder wurden zwar nicht besonders gut, aber es war das erste Mal, dass ich ein Pärchen bei diesem Schritt so erwischen konnte.

Der letzte Akt besteht in der Eiablage. Weibchen und Männchen der Adonislibelle machen das gemeinsam. Das Weibchen hat am Ende des Hinterleibs einen Legeapparat, mit dem sie Löcher in Pflanzenteile stechen kann, in die sie die Eier legt.

Abschließend möchte ich ein paar Worte zu den beiden Bildern neben dem Eingangstext sagen. Links ist verschimmeltes Brot zu sehen, das in den Teich geworfen wurde. Das ist UNVERANTWORTLICH !!!!
Demnächst gibt es hier eine Seite mit Informationen, warum man kein Brot an Tiere verfüttern darf. Das andere Bild zeigt eine Schildkröte und eine Ente, zwei Tiere, die sich gut miteinander vertragen. Die große der Schildkröten fanden wir verendet am Teichufer - sicher eine Folge der schlechten Wasserqualität, die auch eine Folge der Brotfütterung ist.

Die Zustände an unserem kleinen Paradies verschlechterten sich erheblich. Wir werden etwas dagegen zu tun versuchen - und hier berichten.


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