Castrop-Rauxel "Ein├Âde"

11. April 2011

Nach unserer heutigen Fahrt m├Âchte ich sagen,
eins wei├č ich genau:

Menschen m├╝ssen die Wege gehen,
aber sie werden ihnen auch gewiesen.


Wohin fahren wir? Die Frage beantwortet ja meistens Susanne, die die feinere Nase und den besseren "Bauch" hat. F├╝r was, war heute keine Frage, da wir Wiesen mit Wiesenschaumkraut im Sinn hatten. Vielleicht finden wir sie in Richtung Wasserturm. Nein, eine erste T├Ąuschung, wir landeten nur auf eher sterilen Grasfl├Ąchen. In der Umgebung von Schloss Bladenhorst gibt's auch einige sch├Âne Flecken. Nein, auch hier nicht das erhoffte Pfl├Ąnzchen zu sehen. Pl├Âtzlich entschlossen wir uns, mal neue Wege zu gehen und bogen in einen Feldweg ein. Der f├╝hrte uns an den Rand eines Wohngebiets und lie├č uns auf dem Zuweg zu einer gro├čen Brachfl├Ąche das eigentliche Subjekt unserer "Begierde" sehen:
Einen Aurorafalter.
Nat├╝rlich folgte ich dem unruhigen Flattergeist auf die Wiese. Was dabei heraus kam waren zwei andere, geduldigere Schmetterlinge:
Ein C-Falter und ein sehr zutrauliches Tagpfauenauge.
(Die Fotos mit X sind durch Anklicken auch im Galerieformat anzuschauen.)

Ruhrgebiet auch hier in der hintersten Ecke

Als ich von meinem kleinen Ausflug zur├╝ck kehrte, hatte Susanne den Schuss des Tages bereits im Kasten; manchmal lohnt eben das Warten. Ich sah in der Biegung eines Weges weitere Auroras fliegen, und wir gingen los, Susanne weiter auf eine Wiese, ich lauerte darauf, dass sich ein Aurorafalter mal hinsetzen w├╝rde. Als ich auf die Wiese ging, sa├č Susanne bewegungslos in der Hocke. "Is was", fragte ich, und als sie nicht antwortete, wusste ich, es ist ist was. Beim N├Ąherkommen sah ich die "Bescherung", ein Pfauenauge auf ihrer Schulter, und als ich den Ausl├Âser dr├╝ckte, wusste ich:
Das ist das sch├Ânste Foto, das ich jemals von Susanne machte.

Wer nun noch sehen k├Ânnte, was in ihr vorgeht!


So pr├Ąsentierte sich uns die "Ein├Âde". In der Ferne sahen wir wei├če Tupfer, die f├╝r mich auf den ersten Blick wie Wiesenschaumkraut aussahen, aber nein, eher nicht. Ich drehte um, aber Susanne ging dort hin, als m├╝sste sie dort hin.

Ich glaube, Bewunderung f├╝r Dinge - Pflanzen, Menschen und Tiere - kann nur entstehen, wenn man ihnen n├Ąher tritt, ihnen nahe kommen kann. Da hilft das Fotografieren nat├╝rlich, weil unsere Augen nicht so gut wie die Technik sehen k├Ânnen.
Die Wildblume hei├čt ├╝brigens "Ferkelkraut".

Es gab aus Suses Sicht auch ein paar eher allgemeine Ausblicke.


Auch spezielle. Das Wildkraut hei├čt "Gundermann".

Und das ist die Aurorafalter-Dame.

Als ich zu dem "Duo" stie├č, war die erste Halbzeit der Veranstaltung bereits zu ende. So erlebte ich "nur", dass sich das Pfauenauge namens Pfaulinchen ein paar Mal auf Susannes Hand und Arm setzte. Und auch ich durfte die vertrauliche Geste des kleinen Fliegers genie├čen. Die Bilder gibt es in einer Galerie zu sehen. Hier nur noch eins, das Susanne selber machte. Ich finde es sensationell, obwohl ich Susanne und ihre Liebe zum Leben kenne.

Das Vergi├čmeinnicht schaute uns sicher nicht an, damit wir unseren Freund nicht vergessen.

Es wurde sp├Ąt, Zeit f├╝r den Nachhauseweg. Hier bei mir wurde es auch sp├Ąt, und ich verabschiede mich mit zwei Bildern von einem wundersch├Ânen Ausflug, der nichts kostete und alles, was f├╝r ein erf├╝lltes Leben wichtig ist, brachte - ohne dass wir es wollten.
Es k├Ânnte eine Regel sein:
Je mehr man sich f├╝r das Leben interessiert, je gl├╝cklicher wird man.


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Galerie Susanne und das Pfauenauge

Ein├Âde f├╝r den einen, das Leben f├╝r den anderen.

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