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Wolfgang

Gedanken

Mensch und Wasser

18. Mai 2011

Das Phänomen wurde mir heute an den Werner Teichen (wieder mal verstärkt) bewusst, als ich eine Prachtlibelle im Dreck fotografierte; sie saß auf einem "alten Badelatschen", der sich zusammen mit anderem Müll an einem Rohr staut. Eine Blaupfeil-Dame fotografierte ich auf einem achtlos weggeworfenem Stück Papier, Susanne fotografierte vor ein paar Tagen eine Azurjungfer, die auf einer Kippe saß.


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Davon mal abgesehen, dass auch das lebenswichtige Element Luft rücksichtslos verschmutzt wird, ist mir die Verschmutzung des Wassers ein großes Rätsel, aus einem einfachen Grund: Der Mensch besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Wasser ist also das Element für ihn, was ihm am nächsten ist. Warum ist und bleibt es nicht sein Freund?

Heute Vormittag war das Wetter schlecht, und ich recherchierte ein paar Sachen im Netz. Unter anderem las ich von den Zechen und wie sehr sie mit ihren Abwässern die Natur ruinierten. Am Nachmittag war ich an unserem Ortsteich und traute meinen Augen nicht: Die Quelle war versiegt, die kleinen Tümpel trocken gefallen, in denen die Libellenlarven schlüpfen müssen  - und jetzt nicht mehr nicht können. Niemand kümmert sich. Das ist Kultur? Das ist Zivilisation? Nein, das ist Barberei - noch schlimmer, das ist ein Kapitalverbrechen, weil Wasser unser Kapital ist, eins, auf das wir nicht verzichten können.

Heute hörte ich: Die Behörden tun nichts. Die Beamten seien faul und dumm, der Staat habe kein Geld.
Es gibt seit vielen Jahren eine Entwicklung in Deutschland: Die Bürger werden von Verantwortung befreit. Man nimmt ihnen die "Last", selber vernünftig zu sein und reglementiert und regelt. Das deutsche Regelwerk ist weltweit einmalig, ja geradezu berüchtigt.

Fazit: Die Bürger lernten mit Verantwortungslosigkeit zu leben, und nun werden sie - scheinbar zunehmend - vom Staat im Stich gelassen.
Herzlichen Glückwunsch!
Ich denke gerade an die Hitlerzeit. Erst zerstörte man die Moral der Menschen und hetzte sie gegeneinander, dann plötzlich, als sich das Tausendjährige Reich als Verliererstraße entpuppte, fielen die Deutschen in die Kategorie unwürdige, wertlose Masse, wurden selber zu dem, was sie auszurotten versucht hatten.

Wo stehen wir jetzt?
Entwickelte sich aus Fanatismus ein "ignoranter Fatalismus"?

Ich werde zum Thema einen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin schreiben.
Man hört sich!