Susanne und die Mosaikjungfer



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Zweifellos war der Höhepunkt unseres Ausflugs nach Castrop die Begegnung mit einer Herbstmosaikjungfer. Warum ich noch mal zu dem kleinen Teich ging, ich wusste es nicht, warum ich auf der Brücke stehen blieb, ich wusste es nicht. Ich stand da ganz arglos, und hörte plötzlich ein mir wohlbekanntes Geräusch: Wenn Libellenflügel gegen etwas Hartes schlagen - eine Art Knistern. Woher kam das Geräusch? Etwas irritiert suchte ich, aber erst ein erneutes Knistern brachte mich auf die Spur. Unter dem Gitter, das in der Brücke eingelassen war, hatte sich die Mosaikjungfer verflogen (die ich zu fotografieren versucht hatte) und bemühte sich verzweifelt, ihrem Gefängnis zu entrinnen. Das Gitter war fest geschweisst, und meinen Rat, durch den Ausgang unten zu entfliehen, verstand die Libelle nicht. Ich war auch verzweifelt, keine Rettung möglich.


Irgendwann war die Libelle so erschöpft, dass sie sich am Gitter fest klammerte.

Irgendwann war die Libelle so erschöpft, dass sie sich am Gitter fest klammerte.
 Susanne kam vom Fotografieren zurück und ich rief sie. Ihre erste Idee zur Rettung war schon genial: "Halte ihr einen Stock hin, und wenn sie sich daran fest hält, laß ihn fallen - dann kommt sie nach unten und findet den Ausgang. Nein, das klappte nicht, weil die Libelle den Stock zu früh los ließ. Immerhin klammerte sie sich dann wieder am Gitter fest, dieses Mal etwas höher.

Susanne hatte eine weitere, sehr gewagte Idee: "Halte ihr den Stock wieder hin, und ich greife sie und ziehe sie durch das Gitter".  Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen, wie das technisch gehen sollte, da die Flügel der Libelle viel breiter als das Schlupfloch sind. Aber was blieb für eine Wahl - rein mit dem Stock, die Libelle klammerte sich daran fest, ich zog den Stock hoch, Susanne griff mit zwei Fingern zu, und zwei Sekunden später flog sie, in diesem Fall ein Glücksrabe, unbeschadet davon.

Für mich war diese Aktion ein kleines Wunder, dank einer Susanne, die mit klarem Kopf, Mut und viel Herz das Unmögliche wahr machte. Was ich immer sage: Wahrer Reichtum hat nicht das Geringst mit Geld zu tun.


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